Teufelsweib
2014
<<< Oktober >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
Canon-Blogger-Linkring :: powered by KLUGERD
Zufallsspruch:


powered by BlueLionWebdesign











Viel zu lesen gibt es auch bei:

bdb
Blogg dein Buch



Suchmaschine
Es wird in allen
Einträgen gesucht.

Einträge ges.: 3563
ø pro Tag: 1,2
Kommentare: 8846
ø pro Eintrag: 2,5
Online seit dem: 13.11.2006
in Tagen: 2909

Ausgewählter Beitrag

Rezension: Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen

autoritaet.jpgTitel: Autorität ist wenn die Kinder durchgreifen - Wahre Geschichten aus der Familienhölle
Autor: Peter Unfried
ISBN: 978-3453280441
Preis: 14,99 Euro
Erschienen: Oktober 2012
Verlag: Ludwig

Bewerbungsgrund:
Als Mutter eines Sohnes weiß ich ja, dass hier im Haus oft mal alles nach ihm tanzt. Als ich die Buchbeschreibung las, erkannte ich uns gleich wieder und wollte wissen, wie das in anderen Familien so zugeht.

Informationen zum Autor:
Peter Unfried ist Chefreporter der taz, Kolumnist, Buchautor und seit 1998 Familienvater. Er lebt mit einer Frau, einer Tochter und einem Sohn in Berlin-Kreuzberg. Aufgewachsen ist er in Stimpfach, Baden-Württemberg.
Damals fürchtete er sich sogar vor dem Schaffner. Obwohl er eine rechtmäßig gültige Monatsfahrkarte hatte. Heute bewundert er seine Kinder, wenn sie am Flughafen von San Francisco wie selbstverständlich Richtung Mietwagenbereich marschieren. Zuletzt erschienen von ihm "Das Leben ist eine Ökobaustelle" (Ludwig 2011, als Co-Autor der Schauspielerin Christiane Paul) und "Öko. Al Gore, der neue Kühlschrank und ich" (Dumont 2008).


Der Inhalt lt. Klappentext:
Peter Unfried wollte seine Kinder „zeitgemäß modern“ erziehen. Nicht so wie diese antiautoritären, linken Schluffis, aber eben auch nicht so schwäbisch-autoritär wie die eigenen Eltern. Und nun? Penelope ist 13 und interessiert sich nur für Facebook, Topmodels und Duschen. Adorno ist 11, interessiert sich nur für Killerspiele und Fußball – und weigert sich zu duschen. Außerdem sind diese Kinder moralinsaure Spießer, gnadenlose Materialisten und zu allem Unglück auch noch militante Vegetarier. Ihr Großvater ist ein schwäbischer Metzger und hält es im Kopf nicht aus. Und ihre Mutter – genannt „die Macht“ – quält die große Frage: Von wem haben sie das bloß?


Meine Meinung:
Wer wünscht sich das als Eltern nicht: Brave, wohl erzogene Kinder, die noch dazu selbstständig sind und durchaus ihre Meinung haben.

Dass der Weg dazu nur über die Erziehung geht und wie schnell man sich als Eltern von etwaigen Vorhaben oder Planungen verabschieden muss beschreibt Peter Unfried in diesem Buch mit viel Witz und Humor.

Egal ob es um das Thema Schule, Essen, Haustiere, Freizeit oder was auch immer geht - als Eltern stellt man schon früh fest, dass einen die Kinder in der Hand haben.

So ist es auch bei der 13jährigen Penelope und ihrem 11jährigen Bruder Adorno. Die beiden Wissen genau, mit welchen Waffen sie ihre Mutter (die Macht) und den Vater - schlicht "PU" genannt - "schlagen". Wie das genau geht, erfährt der Leser in einzelnen Kapiteln, die in sich abgeschlossen sind.

In dem Buch geht es aber nicht nur um die Kinder. So erfährt man vieles von der (schwäbischen) Herkunft der Eltern und warum eben sie so geworden sind, wie sie eben sind und froh sind, inzwischen in Berlin zu leben und der Provinz den Rücken kehren zu können.

Sei es der Erfolgsdruck oder der Umgang mit Mitmenschen untereinander - all das beeinflußt einen als Elternteil sehr - Peter Unfried schreibt darüber.

Was ich an guten Büchern schätze ist es, wenn sie sich leicht und flüssig lesen lassen. Das hat Peter Unfried hier geschafft. Ein angenehmer, erzählender Schreibstil begleitet einen von Anfang an.

Der zeitweise verwendete schwäbische Dialekt tut seinen Rest und es macht richtig Spass, das Buch zu lesen.

Kleiner Auszug aus dem Buch:
"Als ich damals ins Schlafzimmer kam und die Macht so komisch auf dir rubrubbelte, hattet ihr da eigentlich Sex?" fragte er. "Ich bitte um Verständnis, mein lieber Adorno, wenn ich diese Frage aus Gründen des Schutzes meiner Privatsphäre und der deiner Macht weder mit ja noch mit nein beantworte." sagte ich kühl. "Wusste ichs doch, Penelope" sagte Adorno und Triumph lag in seiner Stimme. "Sie haben es getrieben".

Fazit:
Ein gutes Buch, das einen zum Lächeln bringt.
Die bei Amazon beschriebenen großen Lacher blieben aus - vielleicht aber auch nur, weil ich tatsächlich weiß, wieviel Arbeit in guter Erziehung steckt und das nicht ins Lächerliche ziehen (lassen) möchte.

Von mir gibt es starke 4 von 5 Sterne!

*********

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den und an Blogg dein Buch.

Das Buch kann direkt beim Verlag und natürlich auch bei Amazon bestellt werden.  

Nickname 27.12.2012, 14.01

Kommentare hinzufügen











Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Rosentraeume

Ich durfte auch lesen und war sehr enttäuscht von dem Buch. Habe mir auch mehr "Lacher" gewünscht, denn auch ich habe eine 13jährige zu Hause und weiss, welche Situationen da so entstehen können ;)

vom 02.01.2013, 12.03
Ausgefallene Geschenkideen
Mein Testblog:






Mein Fotoprojekt:



Andere Fotoprojekte:



Immer wieder Mittwochs:




RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3